Knuth und Manu

Schon vor einigen Jahren hatten mein Mann und ich darüber nachgedacht, einen Zwinger anzumelden, da mein Mann sehr gerne einen Welpen von seinem Pauli hätte. Irgendwie haben wir dies immer wieder verschoben. Sodass wir erst in 2020 den Zwinger „Von der Bek“ angemeldet haben. Das war  just-in-time, denn meine Hündin Schwalbe, sollte in 2020 gedeckt werden.

Leidet hat der FCI uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und den Zwingernamen „Von der Bek“ 29.09.2020 abgelehnt. Aber das ist nicht so schlimm, denn wir hatten als zweite Alternative den Zwingernahmen „vom Tierbach“ eingereicht. Und so heißt unsere Zwingergemeinschaft jetzt …. „vom Tierbach“.

Knuth

Mein  Mann Knuth ist ein Jäger aus Leidenschaft. Seit September 2019 kann  er diese Leidenschaft noch intensiver ausüben. Die Passion von Knuth ist die Jagd auf Schwarzwild. Hier ist er revierübergreifend tätig und schlägt sich so manche Nacht um die Ohren. 

Das Motto von Knuth lautet: „Jagd ohne Hund ist Schund.“ Dies ist auch der Grund, aus welchem er die aufwendigen Ausbildungen auf sich genommen hat. 

In 2016 hat Knuth die Prüfung zum Verbandsrichter Feld 1 erfolgreich bestanden. Aber das war ihm nicht nicht genug und so folgte kurze Zeit später die Ausbildung zum Verbandsschweißrichter. 

Zur Prüfungsvorbereitung der Hunde investiert Knuth viel Zeit. Knuth kümmert sich geduldig um die Ausbildung von Hund und Hundeführer. Ja, richtig auch der Rüdemann oder die Rüdefrau benötigt eine gewissen Ausbildung. Nur so akzeptiert der Hund den Menschen als „Führer“.

Manu

Den Jagdschein haben Knuth und ich gemeinsam absolviert, doch leider stand bei mir die Jagd aus beruflichen Gründen in der Vergangenheit etwas im Hintergrund. Die freie Zeit habe ich mit meiner Hündin Schwalbe und deren Ausbildung verbracht.

Seit April 2020 hat sich zum Glück einiges entspannt. Uns so können wir gemeinsam mit unseren Hunden das Revier und die Jagd genießen. Meine Passion liegt nicht so sehr in der Jagd auf Wildschweine. Aber um so mehr in der Hege und Pflege, die ja unmittelbar mit der Jagd verbunden ist. Trotz Corona konnte ich in diesem Jahr an einer Fortbildung des Landesjagdverband Schleswig-Holstein teilnehmen. Im Spätsommer 2020 habe ich meinen Fallenschein erworben.

Schwalbe und ich sitzen gerne gemeinsam an. Wir erfreuen uns über den Anblick von Hase und Reh. Das Jagdhorn ist – neben Schwalbe  – mein ständiger Begleiter.  Dem Brauchtum folgend erweisen wir dem gestreckten Wild dann die letzte Ehre. Die entsprechende Tonsignal kenne wir gut und verblasen das Stück würdevoll.

Viele Menschen stehen der Jagd skeptisch gegenüber, haben wenig Verständnis und viele Fragen. Durch  Öffentlichkeitsarbeit zu dem, doch recht  komplexen, Thema der Jagd, versuche ich den Anwohner in unserem Revier einen kleinen Einblick in die Jagd und diverse Hintergrundinformationen zu vermitteln.

In der Fortbildung zum Jagdaufseher wurden uns weitere wichtige Zusammenhänge, Gedankenanstöße und Ideen vermittelt. Diese gilt es zum einen umzusetzen und zum anderen an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Knuth und ich haben gemeinsam ein Niederwildrevier –  mit Hochwild als Wechselwild –  gepachtet.